Montag, 17. August 2009

unrühmliches ende ? ärger und chaos am schluss? (170809)

In nairobi war ein dreitägiger streik bei der kenia-airways, der heute morgens beendet wurde. Betroffen waren alle in- und ausländischen flüge. Da anfänglich nicht ganz klar war, ob die klm, die ja in partnerschaft mit der kenia airways fliegt, auch betroffen war, sank unsere stimmung etwas. Wir sahen uns schon inmitten massen von touristen, die seit drei tagen auf den flug in die heimat warteten.
Fr. nowak von der nairobi-vertretung von sunworld-safari war sehr hilfreich. Obwohl wir den flug privat gebucht hatten, hat sie sich bei KLM in nairobi schlau gemacht und uns dann gegen mittags mitgeteilt, dass unser flug ordnungsgemäß abgewickelt werden wird, und wir auch drauf sind. Ein stein fiel uns vom herzen bei dieser nachricht. So wie es scheint gibt es ex amsterdam 2 flüge von/nach nairobi. Der abendflug ex AMS wird von der kenia airways (in kooperation / code sharing mit der KLM) durchgeführt, und fliegt dann vormittags wieder ex nairobi nach AMS. Der zweite flug ex nairobi am späten abend ist offensichtlich ein reiner KLM flug (code-sharing mit jeni airways) , kommt in AMS um 0530 uhr an, und fliegt dann vormittags wieder richtung nairobi.
Jetzt hoffen wir noch, dass alles auch wirklich klappt – dann hatten wir am ende des urlaubs auch noch etwas herzflattern ;-) - wenn nicht dann ärger ;-(


PS: beim schreiben auf der terrasse des hotels sehen wir auf die masai mara zum fluss runter - alles leergeräumt, die gnus sind woanders - wherever the grass is greener.

PSS: fürs WLAN verlangen die hier USD 4.00/stunde - akzeptabler preis für die lage.

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Einheimische fahrer vom hotel die besseren führer?



aufbruch zur 6:30 morgen-safari - erste station die hyänen-familie

Wir und der fahrer vom hotel in seinem jeep, durchpflügten die landschaft im wahrsten sinn des wortes, standardprogramm: gnus, zebras, antilopen, gazellen, aasgeier, schakale, hyänen, aas erlegter tiere. Aber trotz des einheimischen vorteiles, der fahrer macht die tour 2-3 / tag schaffte es auch er nicht, löwen, geschweige denn geparden und leoparden zu finden, auch elefanten gabs keine.
Wenn also ihr führer es nicht schafft, ihnen alle tiere zu zeigen, dann liegt das nicht an seinem unvermögen, sondern daran, dass sie halt kein glück haben, ihr karma, ihr kismet ihnen nicht wohlgewogen ist ;-) .
Nicht alle gäste haben das glück auch alle großen tiere zu sehen – wenn sie ‚pech’ haben, dann fehlen ihnen halt welche.



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Drama – oder warum ein jeep und kein minibus (170809)




Da die neuen nachbarn diesal um 0545 uhr den wecker läuten ließen, konnten wir gegenüber gestern um 15 minuten länger schlafen. Kurz tee getrunken und ein paar stück kuchen gegessen, und los ging die morgensafari pünktlich um 0630 uhr– diesmal mit einem ‚einheimischen’ fahrer und jeep, vom hotel.
Wegen des gestrigen starken regens ( 3 tage hier, jeden tag am späten nachmittag starker regen) waren die straßen ziemlich schlammig, und man fuhr wie auf glatteis. Selbst der allradgetriebene jeep musste alle mühen aufwenden, auf dem schlammigen, weichen untergrund weiterzukommen; zeitweilig drifteten wir querstehend durch die gegend. Minibusse haben hier keine chance, die bleiben stecken, oder rutschen von der straße. Ein mittelgroßer einheimischenbus hatte mühe, nach einiger zeit wieder aus der quer über die straße stehend position, mit hinterrad im straßengraben, herauszukommen – also bei der planung der reise bedenken: wenn’s regnet können nur jeeps die straßen der parks befahren, minibusse müssen auf den geschotterten hauptstraßen bleiben, sonst bleiben sie einfach irgendwo liegen und stecken, bzw. rutschen einfach seitlich in den straßengraben weg, ohne dass sie das verhindern können.



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Sonntag, 16. August 2009

Hektik, und abschied von john 'charlieboy' (160809)

Hektik später, zuerst abschied.
da john morgen zeitig wegfährt, haben wir vereinbart, unser schwergepäck, auf den kleinen fliegern soll man überhaupt keines bis max. 15 kg haben, um 2100 uhr im jeep zu deponieren, damit er es nach nairobi führen kann.
Wir haben uns bei ihm auch für die nette, sicher und kompetent geführte und stressfreie reise bedankt.


so sie eine reise mit sunworldsafari machen, in jedem fall empfehlenswert, beginnend mit der planung, bis zur durchführung, john als fahrer verlangen, der ahnt vieles voraus, und sieht dinge, die sie nichteinmal mit dem fernglas auf den ersten blick finden - ein guter mann.
der safaritrip war einer der ganz wenigen urlaube, und wir haben derartige in vielen ländern der welt hinter uns, die ärgerfrei abliefen !
übrigens der nächste urlaub, weihnachten in thailand, aber das ist ein anderer b l o g



Ja, hektik gabs auch;
meine lesebrillen waren unauffindbar, ich hatte sie noch vor dem abendessen, und als wir aufs zimmer kamen – in der zwischenzeit war das bett neu für die nacht mit dem moskitonetz herum, gemacht worden – waren die lesebrillen nicht auffindbar, leichte unruhe machte sich breit.
Also koffer alle durchforstet, über/unterm bett geschaut, im bad, nichts gefunden. Der aufmerksamkeit meiner tochter, die sich erinnerte, dass meine brillen auf der tagesdecke [das war mir gar nicht aufgefallen, dass die nicht mehr da war !] am bett gelegen waren, ist es zu verdanken, dass wir nach entfalten dieser die brillen gefunden haben. Das zimmerservice hat die brillen auf der decke liegend übersehen, und die mit eingepackt, und auf der ablage die decken mit inhalt deponiert – der urlaub war zum schluss gerettet.
Angesichts der täglichen heftigen nachmittagsgewitter freuen wir uns schon auf eine sichere landung in nairobi, mit abflug aus der masai mara um 1600 uhr nachmittags ;-)
Selbst auch pilot hab ich grooooooooooßen respekt vor gewittern !


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Abschluss – ein gewitter, und eine nullsichtung (160809)



Nachdem in den letzten tagen die 1600 uhr ausfahrten ziemlich ergebnislos waren, was tiere in bewegung betrifft, da viel zu heiß, haben wir unsere heutige nachmittagsausfahrt auf 1630 uhr verlegt.
Pünktlich wie die pendeluhr ging’s los, auf vorschlag von john - es war unsere letzte safari, da er morgen zeitig in der früh mit unserem gepäck nach nairobi aufbricht – wieder auf ‚cheetah’ (geparden) jagd. Am fluss war ohnehin nichts los, die tiere machten keine anstalten, den fluss zu überqueren. Also wieder auf in die wildnis, auf wegen, die nur ein 4x4 jeep durchpflügen kann, wo die minibusse nie hinkommen, somit die chance für sichtungen größer ist, da abseits der hauptwege. Ergebnis: null. Zu sehen das standardprogramm von antilopen über gazellen und gnus bis zu den zebras, aber keine cheetahs. Dann begann auch noch ein gewitter mit regen, was dazu führte, dass die wege massiv glitschig waren, und trotz geringer geschwindigkeit des jeeps tokyo-drift angesagt war, und das trotz 4x4 antrieb ! gegen ende stießen wir gleich neben der lodge auf ein löwenpaar in der ferne, die aber lässig am boden liegend, keine anstalten machten, sich auch nur irgendein tier, das in der nähe vorbeilief, einzuverleiben.
Zurück im hotel wurden wir von regenschirmanbietenden angestellten begrüßt, mit deren hilfe, der der schirme, wir trocken zu unserem zimmer kamen, übrigens nummer 39, mit blick auf die weite der masai mara, der fluss ist auf der anderen seite.
Jetzt heißt es nur koffer fertigmachen, unser frisches gewand für morgen vorbereiten, mit dem verstaubten wird dann morgen noch eine frühsafari gemacht, in einem jeep des hotels, dann nochmals geduscht, bis 1230 uhr können wir im zimmer bleiben, und dann gegen 1500 uhr, nach dem essen und gemütlich sitzen im freien, [blick auf den mara fluss]geht’s richtung flugfeld, gleich in der nähe. Da das flugfeld auf einer anhöhe liegt, fliegen die kleinen flugzeuge bei unserem fenster in fensterhöhe vorbei – kai-tak-feeling kommt auf.


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Flussüberquerung – wieder nichts (160809)


Wir waren bereit fürs mittagessen, nicht ohne vorher, angesichts der massen von gnus, die scheinbar richtung fluss zogen, zu einem flussüberquerungspunkt, den von gestern, zu fahren. Wie immer blieb john in größerer entfernung stehen, wir sahen den fluss nicht, andere jeeps standen bereits am flussufer, und wir warteten was passiert. Dazwischen versuchte john mit anderen keeps kontakt aufzunehmen und info wegen tieren, flussüberquerungen, einzuholen; dazwischen erklärte er uns auch noch details zum geschehen, und erledigte handy-anrufe. Steve, einer der fahrer, der schon im samburu-park mit fotografen unterwegs war, ist auch in der masai mara.
Nachdem aber 2 jeeps an uns vorbei richtung fluss fuhren, sind wir dann auch, auf tierschutz und rücksichtnahme vergessend, zum fluss gefahren, und haben unsere position eingenommen. Da sich aber die tiere eher von fluss weg als hin bewegten, haben wir es doch, trotz vieler jeeps am gegenseitigen ufer, auch ohne gnus, vorgezogen, richtung mittagsessen ins Mara Serena zu fahren.


Die auswahl an nachspeisen und beilagen war übergroß, beim fleisch wie immer probleme, da ist die auswahl ziemlich gering; live cooking gibt’s auch, aber nur pasta/nudeln. Die zeit bis 1630 uhr, abendsafari, verbrachten wir auf der terrasse der mara serena lodge, und beobachteten mit dem ferngucker das tierige treiben am fluss. Ein löwe räkelte sich genüsslich und faul in der sonne, nicht bereit, eine nur 20 meter entfernte einzelantilope auf den speiseplan zu nehmen.
Gegenüber gestern ist die ebene komplett von gnus leergeräumt, gestern noch tausende, heute fast keine zu sehen. Ob wir noch eine flussüberquerung erleben - 2 kleine haben wir ja schon, davon eine fast, und eine weitere nur eines gnus, das dafür aber verfolgt von einem krokodil - steht in den sternen, oder ist unser kismet, wie wir südfranzosen sagen ;-) , vielleicht ist unser karma positiv gepolt.



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Masai mara ohne masai – das geht nicht – und das zu marktgerechten preisen (160809)


John hat uns angeboten, eine masai-siedlung zu besuchen. So gings bereits um 1030 uhr rastlos wieder weiter, aus dem park hinaus, ca. 45 minuten weg. ‚eintritt’ in das dorf war USD 35 pro person (ca. EUR 25) – die masai haben scheint’s marktgerechte preise; billig verglichen mit einer ballonfahrt um USD 400 / person. Übrigens das kommt ganz gut an, am morgen sahen wir jede menge ballons in der luft.
Nachdem wir unseren obulus in EURO beim ortschef abgeliefert haben, bekam wir eine kurzeinführung ins masai-leben, inkl. willkommensgesang der frauen, die uns in der leeren rinderkuppel empfingen.
Im dorf leben 4 familien, männer haben hier mehr frauen, und ca. 60 kinder, von denen aber keines zu sehen war. Es war Sonntag, und die waren in der sonntagsschule, kirche oder so. Jede frau hat ihre eigene hütte. Wir konnten auch einen blick in eine leere hütte werfen, ich konnte kaum aufrecht stehen, alles ziemlich dunkel, keine fenster, ein ‚elternschlafzimmer’, mit rinderfell am boden, ein ‚kinderzimmer’ dessen inhalt ich wegen der finsternis kaum ausnehmen konnte, und dazwischen eine kochstelle, das war’s – und das ganze geschätzte 3x3 meter maximum, und da waren auch noch zwischenwände in der lehmhütte.
Ein masai führte uns dann auch noch vor, wie man durch reiben eines harten und weichen holzes feuer machen kann, und es funktionierte wirklich.
Abschließend noch der besuch des ‚marktes’ mit dorfprodukten, souvenirs, alles art. Wir sahen uns das an, hatten aber nicht wirklich interesse, etwas zu kaufen, wir hätten nicht gewusst was. Schlechtes gewissen hatten wir auch keines, da wir ohnehin USD 70 an finanzspritze dortgelassen haben – auch masai sind gute geschäftsleute ;-)



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Resche nacht und kühler morgen – wir jagen das (nicht-wirklich-) phantom (160809)

Die ‚abdichtungen’ in unserem zimmer, die verhinderten, dass der wind durchzog, haben genutzt.
In der nacht hat es aufgrund der regenfälle in der umgebung ziemlich abgekühlt. Zur morgensafari mussten wir eine zusätzliche schicht an gewand anlegen; im wie immer oben offenen jeepdach war es anfänglich ziemlich resch.John hatte wieder das jagdfieber gepackt und wir fuhren ins ‚cheetah’-land, also geparden suchen. Wir hatten schon bei der zufahrt zur mara serena lodge welche gesehen, im busch, also jagten wir wirklich nicht ein phantom. Theoretisch war uns klar, wo die zu sein haben, aber sie hielten sich nicht daran, bzw. waren ohnehin dort, aber gut getarnt, und somit nicht für uns sichtbar.Anfänglich ging es an tausenden von gnus vorbei und mitten durch, und dann fuhren wir wieder 30 minuten in auf den ersten blick völlig tierloser landschaft. Dank unseres 4x4 jeeps kamen wir auch an den ziemlich ruppigen wegstücken und überquerungen vorbei bzw. durch.
Gesehen haben wir dann ein paar löwen, und hie und da dann wieder gnus und zebras, aber gepard, auch leopard, standen nicht auf dem sichtungsprogramm.
Und, nachdem wir schon glaubten, wir hätten uns verirrt, standen wir plötzlich vor einem grenzstein: wir waren an der grenze kenia und tansania, in der serengeti.
Der weg zurück ist im großen und ganzen nicht zu schwer, da die lodge auf einer bergkette steht, und dort 2 riesige antennenmasten stehen, die als bäume verkleidet sind. Sie sind gut aus der ferne zu sehen, wie ein leuchtturm – frühstück war angesagt.




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Samstag, 15. August 2009

Essen im masai mara serena hotel (150809)

Wenn wir jetzt auf unsere reise zurückblicken, so war das beste essen und die breiteste palette an gebotenem in der samburu serena lodge. Dann kommt das tented camp im sweetwaters resort, das auch der serena gruppe angehört, wo wir eigentlich nur gegessen, aber nicht gewohnt haben; wir waren nur ‚gäste’ vor der nacht-safari, auf einladung des ol pajeta managements. Ol pajeta war individuelle küche, wir waren ja am ersten tag nur 4 gäste, essen aber ok. Dann kommt die lake nakuru lodge, und zum schluss enttäuschend für eine lodge der serena-gruppe das masai mara serena hotel. Nachspeisen, vorspeisen, beilagen gibt’s jede menge, heute gabs eine ziemlich zähe rindfleisch-gemüse-mischung, der rest war fleisch vom grill. Das heißt hier aber, das fleisch wird ständig von flammen bestrahlt, und damit an der außenseite oft schwarz und verbrannt. Alles in allem, kulinarisch war die letzte lodge auch an letzter stelle.
Aber trotzdem, in allen lodges gab's aureichend zu essen – für afrika in allen fällen ein ziemlich üppiges, genießbares angebot.
Salat haben wir auch keinen gegessen, angesichts der leicht gelbstichigen wassers aus dem wasserhahn haben wir uns das nicht getraut.





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Mc gywer methoden sind angesagt (150809)

Unser kampf gegen gekkos und anderes getier im zimmer wurde schon dargestellt; ein weiteres problem das es zu lösen galt: die eingangstür hat eine ca. 40x30 cm großes loch, das außen durch ein insektenschutzgitter und innen durch jaousienartige holzlamellen ‚verschlossen’ ist; abgesehen von der luft die hereinkommt, hört man natürlich auch jeden schritt und jede stimme der anderen gäste die vorbeiziehen, und das oft ab 0530 uhr.
Die belüftungsöffnung alleine wäre kein problem, wenn nicht genaus dieses system auch rechts und links der schiebetür beim fenster wäre, größe 200x 30 cm. Auch hier außen insektenschutzgitter. Innen holzlamellen. Diese riesige öffnung und die öffnung bei der tür führt zu ständig starkem windzug, der so stark ist, dass der vorhang flattert. Wir haben es aber geschafft, mit diversen polstern und gevieften einsteckmethoden, den luftstrom im zimmer auf ein erträgliches maß zu reduzieren. Den löwen draußen der jeden abend brüllt, können wir nach wie vor hören.
Und wie die gekkos zu fangen sind, haben wir auch schon im kleinen finger…..
Afrika pur ;-)




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Gnus bis zum abwinken (150809)

Um 1600 uhr begann die nachmittagsafari – wie immer um die zeit sehr heiß, und die tiere alle am boden, ruhend, wenn geht, im schatten eines baumes oder eines gebüsches, somit war eine flussüberquerung beim besten willen nicht zu erwarten. Man sah das auch daran, dass kein jeep am fluss war, es war selbst uns zu heiß.

Nachdem wir uns die letzten safaris im flussbereich aufgehalten haben, ging’s heute weg, in die masai mara hinein, ca. 20 km oder so. wir waren mutterseelenalleine da draussen, umzingelt von tausenden gnus, die sich bis zum horizont zogen; unglaublich, das sind hunderttausende die da grasend durchs land ziehen. Im gegensatz zum gebüsch und dichteren baumgruppen am fluss und beim hotel, gibt es hier nur gras, und hie und da einzelne bäume, auf denen aasgeier ausschau halten, um aas am boden ‚wegzuräumen’.
Das tote gnu das morgens noch blutig frisch neben der straße lag, war abends nur mehr zur hälfte vorhanden, und daran labte sich eine gruppe von aasfressendem gefiederten vieh.
Je weiter wir wegkamen, desto weniger gnu gab’s, und wir kamen in eine gnu-freie zone. Grund: das gras dort war schon komplett, sichtbar, abgeweidet, und bot keinen anreiz mehr, dortzubleiben.
Eine hyänenfamilie gleich in der nähe der lodge, auch gleich beim flugfeld, rundete das bild der nachmittagssafari ab. ‚cheetahs’, geparden, die unser führer zu finden hoffte, gab es keine zu sehen, detto keine löwen. Es war fast ausschließlich ‚gnuig’, eine elefantenherde war am horizont auszumachen.
Die zeit bis zum abendessen verbrachten wir mit ‚chill-out’, aber erst nachdem wir die wieder im zimmer auftretenden gekkos ( der größte doch ca. 7 cm lang (> 3 in.)) gefangen und in der natur ausgelassen haben.
Das wasser aus den wasserhähnen hat auch einen leichten gelbstich, fürs WC wird ohnehin nutzwasser verwendet.
Unter den umständen der gelbstichigkeit des wassers aus den wasserhähnen scheint die entscheidung, keinen frischen salat hier zu essen, wohlweislich richtig zu sein.




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14 gnus in reih und glied und ein ‚feldwebel’ (150809)


[tourists / safaristi waiting for action]

vis-a-vis am ufer machte sich auch eine kleine gruppe von gnus daran zum fluss zu kommen, wo aber ein krokodil am ufer lag. Der durst war aber groß, und 15 gnus wanderten seitlich am krokodil vorbei, zum wasser. Dort stellenten sich 14 in einer reihe auf, und, wie beim militär, tranken alle gleichzeitig, fast synchron, aus dem wasser. Dahinter der ‚feldwebel’, ein gnu, dass auf den ersten blick fast so aussah, alsob es die haltung seiner kumpel von rückwärts überprüfte ;-) - wahrheit ist: es war nur mehr platz zum trinken auf der seite wo gleich das krokodil daneben lag, und deshalb bewegte sich das gnu ungeduldig und durstig hinter seinen kumpel hin und her. Die gruppe verließ dann unangeknabbert vom krokodil wieder das ufer – auch sie waren an einer flussüberquerung auf’s andere ufer, wo wir waren, nicht interessiert.




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Nur eines kam rüber (150809)

Pünktliche abfahrt um 1030, das ‚river-crossing-fever’ hatte uns gepackt.
Zu dritt gings richtung fluss, wo schon viele jeeps und minibusse am anderen ufer standen. Auf unserem ufer waren wir die einzigen, und john parkte das auto etwas entfernt, um die tiere nicht allzu stören, auch um den preis, dass wir die tiere, genau wenn sie wasser tranken, nicht sahen.

Trotz vieler krokodile blieben aber alle gnus unversehrt, somit filmisch nichts versäumt. Andere jeeps hatten da weniger genierer, und mussten durch erbostes zurufen anderer jeep-fahrer erst wieder dazu gebracht werden, etwas zurückzufahren, um die tiere nicht allzu erschrecken und eine flussüberquerung möglich zu machen. Wir waren von 1100 bis 1300 uhr dort und hofften alle, sicher 15-20 jeeps und ähnliches, dass tiere in großer zahl den fluss überqueren; aber sie taten es nicht, auch weil die krokodile gut sichtbar hin- und herschwammen, sogar vis-a-vis frech am ufer lagen, und den gnus und zebras somit die lust verging, mittagessen zu werden.

Ein einziges gnu, wahrscheinlich irrtümlich, überquerte den fluss, mit einem riesen krokodil hinten nach im schlepptau– und erreichte unter lautem applaus und bravo-rufen der touristen das andere ufer [youtube clip].

Wir waren fürs mittagessen bereit – statt gnu, schwein und rind.




[v i d e o c l i p s auf youtube]

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